Cumia intertexta – die mediterrane Vampirschnecke, die Fischblut trinkt
Tagsüber, versteckt zwischen Felsen in den flachen Küstengewässern des südlichen Mittelmeers, schläft die 2 cm große mediterrane Vampirschnecke. Nach Sonnenuntergang beginnt sie zu jagen. Sie wittert den nächstgelegenen ruhenden Fisch, nähert sich ihm so weit wie möglich und durchbohrt seine Haut mit einer winzigen, aber scharfen Radula an der Spitze ihres extrem langen Rüssels. Dann ernährt sie sich vom Blut des Fisches und sondert einen Cocktail aus Blutverdünner und Betäubungsmitteln ab, um den Fisch ruhig zu halten. Wenn sie sich vollgesogen hat, versteckt sich die Vampirschnecke wieder und hinterlässt einen betäubten, aber ansonsten gesunden Fisch. Cumia intertexta ist das einzige mediterrane Mitglied einer kleinen Gruppe von Vampir-Gastropoden, die auf der ganzen Welt leben. Die Sequenzierung ihres Genoms würde den ersten genetischen Bauplan für die Bluternährung bei Weichtieren liefern und Aufschluss darüber geben, wie sich diese ungewöhnliche Lebensweise entwickelt hat und wie ähnliche Strategien bei sehr unterschiedlichen Tiergruppen entstehen. Der winzige „Vampir des Mittelmeers” wartet auf Ihre Stimme – wählen Sie Cumia intertexta!